Zum Inhalt springen
Alltag in der Schweiz — Praktischer Leitfaden

Alltag in der Schweiz — Praktischer Leitfaden

Einkaufen, Recycling, Sonntagsruhe, Nachbarschaft: Die wichtigsten Alltagstipps.

Der Alltag in der Schweiz hat seine Besonderheiten: strenge Recyclingregeln, Sonntagsruhe, Lärmvorschriften, Ladenschlusszeiten. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, sich schnell an das Schweizer Alltagsleben anzupassen.

Praktisches für den Alltag

Die Geschäftsöffnungszeiten in der Schweiz sind restriktiver als in vielen Ländern. Die meisten Geschäfte schliessen zwischen 18:30 und 19:00 Uhr. Samstags schliessen sie um 16:00-17:00 Uhr. Sonntags sind fast alle Geschäfte geschlossen (ausser in Bahnhöfen und Flughäfen).

In grösseren Städten gibt es einen verlängerten Einkaufsabend (Abendverkauf, meist donnerstags bis 21:00 Uhr). Tankstellenshops und Bahnhofsläden (mit beschränktem Sortiment) sind auch am Wochenende geöffnet.

Recycling und Abfalltrennung

Die Schweiz hat ein dichtes Netz von Banken und Geldautomaten. Bargeld wird immer noch häufig verwendet, aber kontaktloses Bezahlen mit Karte oder Smartphone gewinnt an Bedeutung. TWINT ist die beliebteste mobile Zahlungs-App der Schweiz.

Für Neuankömmlinge empfehlen wir, zunächst ein Konto bei einer der grossen Banken (UBS, Crédit Suisse/UBS, Raiffeisen, ZKB) zu eröffnen. Neobanken wie Neon, Yuh oder Revolut bieten günstigere Alternativen mit weniger persönlichem Service.

Regeln des Zusammenlebens in der Eigentümergemeinschaft

Für ein Mobilfunkabo in der Schweiz benötigen Sie einen Ausweis und eine Schweizer Adresse. Die drei Netzbetreiber sind Swisscom, Sunrise und Salt. Günstigere Anbieter (MVNO) wie Wingo, M-Budget Mobile, Lebara oder Yallo nutzen dieselben Netze zu tieferen Preisen.

Internetzugang: Die meisten Wohnungen können Glasfaser-Breitband erhalten. Anbieter wie Swisscom, Sunrise, UPC und Init7 bieten Pakete ab CHF 39/Monat an. Die Aufschaltung dauert in der Regel 1-2 Wochen.

Post und Pakete

Die Schweiz nimmt Recycling sehr ernst. In den meisten Gemeinden gibt es Sammelstellen für: Papier/Karton (monatliche Sammlung), Glas (Container nach Farbe getrennt), PET-Flaschen, Aluminium, Bioabfall, Elektrogeräte und Textilien.

Haushaltsabfall muss in gebührenpflichtigen offiziellen Säcken entsorgt werden. Diese kosten je nach Gemeinde CHF 1-3 pro 35-Liter-Sack. Sperrgut kann gegen Gebühr abgeholt oder zur Entsorgungsstelle gebracht werden.

Banken und Zahlungen

Die Serafe-Gebühr (ehemals Billag) beträgt CHF 335 pro Jahr und Haushalt für Radio und Fernsehen. Sie wird automatisch erhoben und über eine separate Rechnung eingezogen. Eine Befreiung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Für den Empfang von Schweizer TV-Sendern benötigen Sie kein spezielles Abonnement — die öffentlich-rechtlichen Sender (SRF, RTS, RSI) sind frei empfangbar. Streaming-Dienste (Netflix, Disney+) funktionieren wie gewohnt.

Gesundheit im Alltag

Bei kleineren Gesundheitsproblemen sind Schweizer Apotheken gut ausgestattet, und die Apotheker können Sie beraten und bestimmte Medikamente ohne Rezept abgeben. Notdienstapotheken gewährleisten eine Versorgung rund um die Uhr.

Bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen bieten die medizinischen Permanencen Konsultationen ohne Termin an. Bei lebensbedrohlichen Notfällen rufen Sie die 144 (Ambulanz) oder die 145 (Vergiftung) an.

Haustiere

Hunde müssen bei der Gemeinde registriert werden und einen Mikrochip tragen. Eine jährliche Hundesteuer wird erhoben (CHF 100–200 je nach Gemeinde). Einige Kantone verlangen einen obligatorischen Erziehungskurs für Ersthalter.

Katzen müssen gechipt werden. In den öffentlichen Verkehrsmitteln sind kleine Tiere in einer Transporttasche kostenlos erlaubt, während für Hunde ein Halbtax-Billett erforderlich ist.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich sonntags einkaufen?
Die meisten Geschäfte sind sonntags geschlossen. Ausnahmen: Geschäfte in Bahnhöfen, Flughäfen, Tankstellen und in Tourismusgebieten. Einige Kantone erlauben vereinzelte verkaufsoffene Sonntage pro Jahr.
Wie funktioniert die Mülltrennung?
Hauskehricht nur in gebührenpflichtigen Abfallsäcken (Gemeinde-Säcke). Papier, Karton, Glas (nach Farben getrennt), PET-Flaschen, Alu-Dosen und Biomüll werden separat gesammelt. Sammelstellen und Termine finden Sie auf der Website Ihrer Gemeinde.
Soll man in der Schweiz Trinkgeld geben?
Das Trinkgeld ist in der Schweiz in den Preisen inbegriffen (hohe Löhne des Personals). Trinkgeld ist daher nicht obligatorisch, aber es ist üblich, den Betrag aufzurunden oder 5 bis 10% in Restaurants zu lassen, besonders bei gutem Service.

Bereit für Ihre Relocation?

Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.