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Umzug von China in die Schweiz

Umzug von China in die Schweiz

Was chinesische Staatsangehörige vor und nach dem Umzug in die Schweiz regeln müssen, von der Bewilligung bis zur Schule.

Ein Umzug von China in die Schweiz bedeutet Planung innerhalb eines Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungssystems für Drittstaatsangehörige, da China nicht zum EU/EFTA-Freizügigkeitsraum gehört. Jeder Schritt, vom ersten Bewilligungsgesuch bis zur ersten Krankenversicherungspolice, folgt eidgenössischen und kantonalen Regeln, die sich von dem unterscheiden, was Sie zu Hause gewohnt sind.

Dieser Ratgeber führt durch die praktischen Bausteine eines Umzugs von China in die Schweiz: Bewilligungen und Kontingente, Einfuhr von Hausrat und Haustieren, Umtausch des Führerausweises, Kontoeröffnung, Krankenversicherung, Schule und steuerliche Grundlagen. Er ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder versicherungstechnische Beratung für Ihre konkrete Situation, gibt Ihnen aber den Rahmen für eine sichere Planung.

Wichtige Fakten

Bewilligungsweg
Kontingent für Drittstaatsangehörige (Nicht-EU/EFTA)
Frist Krankenversicherung
Innert 3 Monaten nach Wohnsitznahme
Führerausweis
Ausländischer Ausweis zeitlich begrenzt gültig, danach Umtausch oder Prüfung
Hausrat
Zollbefreiung möglich bei echtem Wohnsitzwechsel

Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung für chinesische Staatsangehörige

Als chinesische Staatsangehörige oder chinesischer Staatsangehöriger gelten Sie nach Schweizer Ausländerrecht als Drittstaatsangehörige bzw. Drittstaatsangehöriger und profitieren nicht von der Personenfreizügigkeit, die für EU/EFTA-Staatsangehörige gilt. Stattdessen muss Ihr Arbeitgeber in der Regel ein Gesuch innerhalb eines jährlichen, vom Bund festgelegten und auf die Kantone verteilten Bewilligungskontingents stellen.

In der Praxis ist dieser Weg Stellen vorbehalten, die nicht ohne Weiteres aus dem Schweizer, EU- oder EFTA-Arbeitsmarkt besetzt werden können, sowie Bewerberinnen und Bewerbern mit anerkannten Qualifikationen oder spezialisierter Erfahrung. Ihr künftiger Arbeitgeber muss in der Regel nachweisen, dass beim Rekrutierungsprozess der inländische Arbeitsmarkt vorrangig berücksichtigt wurde, bevor ein Gesuch für Sie weitergeführt werden kann.

Je nach Dauer und Art des Einsatzes erhalten Sie üblicherweise entweder eine Kurzaufenthaltsbewilligung L, die an einen Vertrag von weniger als einem Jahr gebunden ist, oder eine Aufenthaltsbewilligung B, die jährlich erneuert wird und an Ihre Anstellung geknüpft ist. Ein Bewilligungsgesuch sollte deutlich vor dem geplanten Umzug gestellt werden, da die kantonale Bearbeitung und die Kontingentszuteilung Zeit brauchen und nicht garantiert erfolgreich sind.

Ein kontingentskonformes Bewilligungsdossier als chinesische Staatsangehörige oder chinesischer Staatsangehöriger zusammenzustellen und mit Arbeitgeber und zuständigem Kanton abzustimmen, ist der häufigste Punkt für Verzögerungen. Unsere Immigrationsberaterinnen und -berater bereiten diese Gesuche vor und begleiten sie, damit der Prozess im Tempo verläuft, das Ihr Arbeitgeber braucht.

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Familienangehörige mitbringen

Sobald Sie über eine gültige Aufenthaltsbewilligung verfügen, können Sie in der Regel für Ihre Ehepartnerin bzw. Ihren Ehepartner und minderjährige Kinder ein Gesuch um Familiennachzug stellen. Das kantonale Migrationsamt prüft dabei praktische Voraussetzungen wie eine für die Familie geeignete Wohnung und ausreichende finanzielle Mittel, damit keine Sozialhilfe beansprucht werden muss.

Gesuche um Familiennachzug werden getrennt von Ihrer eigenen Bewilligung bearbeitet und können zusätzliche Zeit beanspruchen. Es lohnt sich daher, die Unterlagen bereits vorzubereiten, sobald Ihre eigene Bewilligung bestätigt ist, statt bis zum eigenen Umzug zu warten.

Hausrat und persönliche Gegenstände einführen

Die Schweiz gewährt eine Zollbefreiung für persönliche Gegenstände und Hausrat, wenn Sie tatsächlich Ihren Wohnsitz von China in die Schweiz verlegen, die Gegenstände bereits vor dem Umzug in Ihrem Gebrauch waren und die Sendung beim Grenzübertritt korrekt beim Schweizer Zoll deklariert wird.

Neue Gegenstände, kurz vor der Abreise eigens für den Umzug gekaufte Waren sowie zum Weiterverkauf bestimmte Gegenstände werden in der Regel anders behandelt und können Zoll- und Einfuhrabgaben auslösen. Führen Sie ein Inventar der verschickten Gegenstände und halten Sie es bereit, da der Zoll an der Grenze Belege verlangen kann.

  • Quittungen oder Eigentumsnachweise für höherwertige Gegenstände aufbewahren
  • Die Sendung als Wohnsitzwechsel deklarieren, nicht als allgemeine Einfuhr
  • Separat prüfen, ob bestimmte Gegenstände besonderen Einschränkungen unterliegen, etwa gewisse Elektronikgeräte oder Pflanzenprodukte

Haustiere aus China mitbringen

Katzen und Hunde, die von China in die Schweiz reisen, benötigen einen Identifikationsmikrochip und eine gültige Tollwutimpfung, die nach dem Einsetzen des Chips verabreicht wurde. Da China nach Schweizer Vorschriften nicht als tollwutarmes Land gilt, kann für Ihr Tier zusätzlich eine Tollwut-Antikörperbestimmung in einem anerkannten Labor mit vorgeschriebener Wartefrist vor der Reise erforderlich sein.

Die Anforderungen können sich ändern und hängen vom Tier sowie Ihrer genauen Reiseroute ab. Klären Sie die aktuellen Bestimmungen daher rechtzeitig vor dem Umzug mit der zuständigen Schweizer Behörde und Ihrer Tierärztin bzw. Ihrem Tierarzt ab, nicht erst kurz vor dem Reisedatum.

Autofahren in der Schweiz und Umtausch des chinesischen Führerausweises

Mit einem gültigen chinesischen Führerausweis, gegebenenfalls zusammen mit einem internationalen Führerschein, dürfen Sie nach der Wohnsitznahme für eine begrenzte Zeit in der Schweiz fahren. Da die Schweiz mit China kein Abkommen über den Umtausch von Führerausweisen hat, können Sie Ihren chinesischen Ausweis nicht ohne Weiteres direkt gegen einen Schweizer eintauschen.

In der Praxis bedeutet dies meist eine Anmeldung beim kantonalen Strassenverkehrsamt sowie das Bestehen der Schweizer Theorie- und praktischen Fahrprüfung innerhalb der für neu Zugezogene geltenden Frist. Danach ist der ausländische Ausweis für das Fahren in der Schweiz nicht mehr gültig.

Klären Sie die genaue Frist und die Prüfungsanforderungen gleich nach Ihrer Ankunft mit Ihrem kantonalen Strassenverkehrsamt: Regeln und Fristen werden auf kantonaler Ebene festgelegt und vollzogen und können von Kanton zu Kanton unterschiedlich sein.

Bankgeschäfte und Lebenshaltungskosten

Für die Eröffnung eines Schweizer Bankkontos benötigen Sie in der Regel Ihren Pass, den Nachweis Ihrer Aufenthaltsbewilligung oder eine Bestätigung des laufenden Gesuchs sowie einen Wohnsitznachweis. Manche Banken bevorzugen bei neuen, nicht ansässigen oder frisch zugezogenen Kundinnen und Kunden nach wie vor einen persönlichen Termin. Es lohnt sich, Kontogebühren und Leistungen zu vergleichen, da diese zwischen den Schweizer Banken stark variieren.

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind im internationalen Vergleich hoch, besonders beim Wohnen, und unterscheiden sich stark zwischen den Kantonen sowie zwischen Stadtzentren und Umgebung. Ein realistisches Budget vor dem Umzug, ausgerichtet auf den angestrebten Kanton und die Stadt, erspart unangenehme Überraschungen in den ersten Monaten.

Obligatorische Krankenversicherung

Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz, auch neu zugezogene ausländische Staatsangehörige, ist gesetzlich verpflichtet, innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme eine obligatorische Grundversicherung (KVG) abzuschliessen, wobei die Deckung rückwirkend ab dem Ankunftsdatum gilt. Die Grundversicherung wird von privaten Versicherern im Rahmen eines geregelten Bundesrechts angeboten, sodass die Grundleistungen überall gleich sind, auch wenn sich die Prämien nach Versicherer, Kanton und gewählter Franchise unterscheiden.

Der Vergleich von Grundversicherungsangeboten sowie das Verständnis von Franchise und Selbstbehalt erfordern etwas Recherche; unsere Beraterinnen und Berater arbeiten mit qualifizierten Fachpersonen zusammen, damit Sie eine informierte Wahl treffen, statt einfach die erstbeste Option zu wählen.

Schulbildung für Ihre Kinder

Die öffentlichen Schulen der Schweiz sind kostenlos und obligatorisch, und der Unterricht folgt der Amtssprache des Kantons, in dem Sie wohnen – Französisch, Deutsch oder Italienisch, je nachdem, wo Sie sich niederlassen. Dieser Sprachwechsel kann für Kinder aus einem chinesischsprachigen Schulsystem eine deutliche Umstellung bedeuten, und die Kantone bieten in der Regel eine Form von Sprachförderung für neu zugezogene Schülerinnen und Schüler an.

Internationale und private Schulen mit englischsprachigem oder anderem Lehrplan sind in den grossen städtischen Regionen gegen zusätzliche Kosten verfügbar und werden oft von Familien gewählt, die einen kürzeren Aufenthalt erwarten oder Kontinuität mit einem internationalen Lehrplan wünschen. Ein früher Vergleich zwischen öffentlicher und privater Schulbildung, idealerweise vor der endgültigen Wohnungswahl, erleichtert die Entscheidung.

Steuerliche Aspekte beim Umzug aus China

Als in der Schweiz ansässige Person werden Sie grundsätzlich mit Ihrem weltweiten Einkommen und Vermögen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene steuerpflichtig, und wenn Sie eine Arbeitsbewilligung ohne Niederlassungsbewilligung besitzen, werden Sie in der Regel direkt über den Lohn quellenbesteuert. Die Schweiz und China haben ein Doppelbesteuerungsabkommen, das eine doppelte Besteuerung desselben Einkommens verhindern soll; wie es sich konkret auf Ihre Situation auswirkt, hängt jedoch von Ihren individuellen Umständen ab.

Da steuerliche Regeln mit Bewilligungsart, Wohnsitzkanton sowie in China verbleibendem Einkommen oder Vermögen zusammenspielen, stösst allgemeine Information hier an ihre Grenzen; unsere Beraterinnen und Berater arbeiten mit qualifizierten Steuerfachpersonen zusammen, damit Sie eine auf Ihren Fall zugeschnittene Auskunft erhalten statt einer allgemeinen Antwort.

Kulturelle Anpassungen, auf die Sie sich einstellen sollten

Über die Formalitäten hinaus bedeutet ein Umzug von China in die Schweiz die Anpassung an ein anderes Verwaltungstempo, einen starken Fokus auf vorausschauende Planung und Pünktlichkeit sowie einen Alltag, der je nach Region auf Französisch, Deutsch oder Italienisch abläuft. Viele alltägliche Vorgänge, von der Wohnungsmiete bis zur Anmeldung bei der Gemeinde, folgen festen Abläufen, die Vorbereitung und Geduld belohnen.

Auch berufliche und soziale Umgangsformen unterscheiden sich: Sitzungen sind tendenziell direkt und strukturiert, und lokale Beziehungen entstehen oft schrittweise über Nachbarschaft, Schule oder berufliche Netzwerke statt auf einen Schlag. Wer sich in den ersten Monaten Zeit zum Beobachten und Anpassen nimmt, statt sofortige Vertrautheit mit den Abläufen zu erwarten, erlebt den Übergang deutlich reibungsloser.

Schritte und Fristen

1

Bewilligungsweg mit dem Arbeitgeber klären

Früh klären, ob der Arbeitgeber ein Gesuch innerhalb des Drittstaatenkontingents stellt, welcher Bewilligungstyp gilt und welche Frist der Kanton vorsieht.

2

Hausratsendung planen

Inventar der mitgebrachten Gegenstände erstellen, von Neuanschaffungen trennen und die Zolldeklaration für einen echten Wohnsitzwechsel vorbereiten.

3

Frühzeitig mit der Reisevorbereitung für Haustiere beginnen

Bei Katze oder Hund Mikrochip, Impfung und allfällige Bluttests mit genügend Vorlauf vor der Abreise organisieren.

4

Bei Ankunft bei der Gemeinde anmelden

Wohnsitz kurz nach der Ankunft bei der zuständigen Gemeinde anmelden – Voraussetzung für viele weitere Verwaltungsschritte.

5

Obligatorische Krankenversicherung abschliessen

Grundversicherungsangebote vergleichen und innert drei Monaten nach Wohnsitznahme eine Police abschliessen, rückwirkend ab Ankunft.

6

Führerausweis und Schule regeln

Beim kantonalen Strassenverkehrsamt die Fristen für den Ausweisumtausch klären und Kinder in einer öffentlichen oder privaten Schule anmelden.

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Häufig gestellte Fragen

Brauchen chinesische Staatsangehörige eine Arbeitsbewilligung für den Umzug in die Schweiz?
Ja. Chinesische Staatsangehörige gelten nach Schweizer Recht als Drittstaatsangehörige, weshalb vor Stellenantritt eine Arbeitsbewilligung erforderlich ist. Diese wird normalerweise vom Arbeitgeber innerhalb eines jährlichen Kontingents beantragt, wobei in der Regel zunächst dem Schweizer, EU- und EFTA-Arbeitsmarkt Vorrang eingeräumt wird.
Kann ich meine Familie mitbringen, wenn ich von China in die Schweiz umziehe?
Sobald Sie über eine gültige Aufenthaltsbewilligung verfügen, können Sie in der Regel Familiennachzug für Ehepartnerin bzw. Ehepartner und minderjährige Kinder beantragen. Das kantonale Migrationsamt prüft praktische Voraussetzungen wie geeignete Wohnverhältnisse und ausreichende finanzielle Mittel; es lohnt sich daher, dieses Gesuch bald nach Bestätigung der eigenen Bewilligung zu stellen.
Darf ich meinen chinesischen Führerausweis in der Schweiz nutzen?
Mit einem gültigen chinesischen Führerausweis, oft zusammen mit einem internationalen Führerschein, dürfen Sie nach der Wohnsitznahme für begrenzte Zeit fahren. Da die Schweiz mit China kein Abkommen über den Umtausch von Führerausweisen hat, müssen Sie in der Regel die Schweizer Theorie- und praktische Prüfung bestehen, um danach weiter fahren zu dürfen.
Ist die Krankenversicherung beim Umzug von China in die Schweiz obligatorisch?
Ja. Jede in der Schweiz wohnhafte Person muss innert drei Monaten nach Ankunft eine Grundversicherung abschliessen, mit rückwirkender Deckung ab Ankunftsdatum. Die Grundleistungen sind bundesrechtlich vereinheitlicht, auch wenn die Prämien nach Versicherer, Kanton und gewählter Franchise variieren.
Wird mein Hausrat besteuert, wenn ich von China in die Schweiz umziehe?
Persönliche Gegenstände und Hausrat, die bereits vor dem Umzug in Gebrauch waren, sind bei Deklaration als echter Wohnsitzwechsel in der Regel von Schweizer Zollabgaben befreit. Neuanschaffungen oder zum Weiterverkauf bestimmte Waren werden meist anders behandelt und können Zollabgaben auslösen.
Was sollte ich vor der Mitnahme eines Haustiers aus China beachten?
Katze oder Hund benötigen einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Da China nicht als tollwutarmes Land gilt, kann zusätzlich eine Tollwut-Antikörperbestimmung vor der Reise erforderlich sein. Klären Sie die aktuellen Anforderungen frühzeitig mit der zuständigen Schweizer Behörde und Ihrer Tierärztin bzw. Ihrem Tierarzt ab.
Besteuert die Schweiz das weltweite Einkommen bei einem Umzug aus China?
Sobald Sie in der Schweiz steuerlich ansässig sind, werden Sie grundsätzlich auf weltweitem Einkommen und Vermögen besteuert, wobei der Lohn bei einer Arbeitsbewilligung ohne Niederlassungsbewilligung oft an der Quelle einbehalten wird. Die Schweiz und China haben ein Doppelbesteuerungsabkommen, dessen konkrete Anwendung jedoch von Ihren individuellen Umständen abhängt, weshalb sich eine Fachberatung empfiehlt.

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