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Umzug in die Schweiz aus den USA

Umzug in die Schweiz aus den USA

Was US-Bürger und ihre Familien vor und nach dem Umzug in die Schweiz regeln müssen.

Ein Umzug aus den USA in die Schweiz bedeutet, ein Bewilligungsverfahren zu durchlaufen, das für Drittstaatsangehörige konzipiert ist, denn zwischen den USA und der Schweiz besteht kein Freizügigkeitsabkommen. Diese eine Tatsache prägt fast alles Weitere: welche Bewilligung infrage kommt, wie viel Zeit einzuplanen ist und wie viel Vorbereitung sich vor der Ankunft lohnt.

Dieser Ratgeber führt durch die praktischen Schritte für alle, die aus den USA in die Schweiz übersiedeln: Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung, was mit Auto und Hausrat an der Grenze geschieht, Umtausch des Führerausweises, Eröffnung eines Bankkontos, die obligatorische Krankenversicherung, Schulmöglichkeiten für Kinder sowie steuerliche Fragen, die mit einer Fachperson zu klären sind. Er ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung, hilft aber dabei, zur richtigen Zeit die richtigen Fragen zu stellen.

Wichtige Fakten

Bewilligungsweg
Drittstaatsangehörige (keine EU/EFTA-Freizügigkeit für US-Bürger)
Krankenversicherung
Obligatorisch innerhalb von 3 Monaten nach Wohnsitznahme
Führerausweis
Umtausch in der Regel innerhalb von 12 Monaten nach Ankunft erforderlich
Hausrat
Zollfreie Einfuhr unter Bedingungen bei echtem Wohnsitzwechsel möglich

Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung für US-Bürger beim Umzug in die Schweiz

US-Bürger gelten nach Schweizer Ausländerrecht als Drittstaatsangehörige, weshalb die Personenfreizügigkeit, die für EU/EFTA-Bürger gilt, für sie nicht greift. In der Praxis muss der Arbeitgeber in der Regel nachweisen, dass keine geeignete Kandidatin bzw. kein geeigneter Kandidat aus der Schweiz, der EU oder der EFTA zur Verfügung stand, bevor eine Arbeitsbewilligung erteilt werden kann. Funktion, Qualifikation und Lohn werden dabei anhand dieses Rahmens geprüft.

Kantonale Kontingente begrenzen die Zahl der jährlich verfügbaren Bewilligungen für Drittstaatsangehörige, und das Verfahren läuft sowohl über den Wohn- oder Arbeitskanton als auch über die eidgenössischen Migrationsbehörden. Deshalb wird die Bewilligung meist vom Arbeitgeber und nicht von der Einzelperson beantragt, und die Bearbeitungsdauer variiert je nach Kanton, Branche und Jahreszeit erheblich.

Für konzerninterne Versetzungen, hochqualifizierte Fachkräfte, Unternehmensgründerinnen und -gründer oder Familienangehörige, die zu einer in der Schweiz wohnhaften Person ziehen, gelten andere Regeln und Nachweispflichten. Gerade hier zahlt sich eine frühe, spezifische Beratung mehr aus als allgemeine Recherche, denn ein auf der falschen Kategorie aufgebautes Gesuch kann Monate kosten.

Unsere Immigrationsberaterinnen und -berater beurteilen Ihr Profil, ermitteln die passende Bewilligungskategorie und bereiten das Dossier mit Ihrem Arbeitgeber oder in Ihrem eigenen Namen vor – oft der entscheidende Unterschied zwischen einer reibungslosen Genehmigung und einer Ablehnung.

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Zoll und Verschiffung von Hausrat aus den USA

Hausrat, der vor dem Umzug tatsächlich genutzt wurde und Ihnen gehört, kann in der Regel zoll- und mehrwertsteuerfrei in die Schweiz eingeführt werden, sofern es sich um einen echten Wohnsitzwechsel handelt und die korrekte Zollanmeldung an der Grenze oder über die Umzugsfirma erfolgt. Neuware, Geschenke oder kurz vor dem Umzug gekaufte Güter werden in der Regel anders behandelt und können Zollabgaben auslösen.

Bei der Verschiffung aus den USA wählt man meist zwischen Seefracht, die für einen kompletten Hausstand langsamer, aber wirtschaftlicher ist, und Luftfracht, die sich für kleinere Mengen oder eilige Gegenstände eignet. Die Transportzeit per Schiff wird eher in Wochen als in Tagen gemessen, weshalb viele Familien früh verschiffen und mit einem Koffer mit dem Nötigsten reisen.

Ein genaues, detailliertes Inventar auf Englisch oder in einer der Schweizer Landessprachen beschleunigt die Zollabfertigung erheblich. Fahrzeuge sind ein Sonderfall: Die Einfuhr eines US-Autos erfordert zusätzliche Konformitäts-, Abgas- und Zulassungsschritte, die meist aufwendiger und langfristig teurer sind als der Kauf oder das Leasing eines Fahrzeugs vor Ort.

  • Vor der Verschiffung prüfen, ob der Umzug als echter Wohnsitzwechsel gilt
  • Ein detailliertes, datiertes Inventar für den Zoll erstellen
  • Über Fahrzeuge separat entscheiden, wegen der zusätzlichen Konformitätsanforderungen
  • Bei der Umzugsfirma nach eingeschränkten oder verbotenen Gegenständen fragen, darunter bestimmte Lebensmittel und Waffen

Umtausch des US-Führerausweises in der Schweiz

Neuzuziehende dürfen nach Wohnsitznahme in der Schweiz in der Regel für eine begrenzte Zeit mit einem gültigen US-Führerausweis fahren; danach muss dieser gegen einen Schweizer Ausweis umgetauscht werden, um weiter legal fahren zu dürfen. Ob der Umtausch unkompliziert ist oder eine Theorie- und Praxisprüfung erfordert, hängt vom ausstellenden US-Bundesstaat und vom Wohnkanton ab, da die Schweiz US-Führerausweise bundesstaatenweise und nicht landesweit beurteilt.

Da die Ergebnisse je nach Bundesstaat und Kanton variieren, lohnt es sich, die eigene Situation rechtzeitig beim Strassenverkehrsamt des Wohnkantons abzuklären, statt von einer automatischen Umwandlung auszugehen.

Bankkonto eröffnen und US-Steuerpflichten verwalten

Die Eröffnung eines Schweizer Bankkontos ist für US-Bürger möglich, aber oft langsamer als für andere Nationalitäten, da Banken wegen FATCA zusätzliche Meldepflichten gegenüber den US-Steuerbehörden haben und manche Institute ihre Dienstleistungen für US-Personen einschränken. Ein Adressnachweis, die Bewilligung bzw. das Gesuch sowie die US-Steueridentifikationsdaten beschleunigen den Prozess meist.

US-Bürger bleiben auch als Schweizer Wohnsitzperson zur Deklaration ihres weltweiten Einkommens gegenüber den US-Steuerbehörden verpflichtet, zusätzlich zur Schweizer Steuerpflicht als Ansässige. Das Zusammenspiel beider Systeme, einschliesslich Anrechnungen, Abkommensbestimmungen und der Meldung ausländischer Konten und Vermögenswerte, ist tatsächlich komplex und hängt von der persönlichen Situation ab.

Genau hier arbeiten unsere Beraterinnen und Berater mit qualifizierten Steuer- und Versicherungsspezialisten zusammen, statt selbst zu beraten: Die Kosten einer falsch geplanten grenzüberschreitenden Besteuerung sind hoch genug, dass sich eine vorherige Konsultation lohnt.

Obligatorische Krankenversicherung in der Schweiz

Die Schweiz verlangt von allen, die Wohnsitz nehmen, einschliesslich neu zugezogener US-Bürger, eine Grundversicherung bei einem zugelassenen Schweizer Versicherer, in der Regel innerhalb von drei Monaten nach Ankunft, wobei der Versicherungsschutz danach rückwirkend ab dem Ankunftsdatum gilt. Eine US-Krankenversicherung, auch eine über einen US-Arbeitgeber, erfüllt diese Pflicht ab der Wohnsitznahme nicht mehr.

Die Grundversicherung deckt einen definierten Leistungskatalog ab und wird je nach gewählter Franchise und, in manchen Kantonen, je nach Versicherer und Versicherungsmodell zu unterschiedlichen Prämien angeboten. Ein bewusster Vergleich der Versicherer und Modelle lohnt sich, statt das erstbeste Angebot anzunehmen.

Das Verpassen der Anmeldefrist hebt die Versicherungspflicht nicht auf und kann bedeuten, dass rückwirkend Prämien fällig werden, ohne dass für diese Zeit ein Versicherungsschutz bestand. Diese Aufgabe sollte zu den ersten administrativen Schritten nach der Ankunft gehören, nicht auf später verschoben werden.

Schulmöglichkeiten für Kinder beim Umzug aus den USA

Familien aus den USA entscheiden sich meist zwischen der öffentlichen Schule, die in der Amtssprache des Kantons unterrichtet und für Ansässige kostenlos ist, und privaten oder internationalen Schulen, die meist auf Englisch unterrichten und oft einem amerikanischen, britischen oder International-Baccalaureate-Lehrplan folgen. Die richtige Wahl hängt vom Alter des Kindes ab, von der geplanten Aufenthaltsdauer und davon, wie wichtig die Anschlussfähigkeit an den US-Lehrplan für eine mögliche Rückkehr ist.

Insbesondere in Genf und Zürich sind Plätze an internationalen Schulen stark gefragt, und manche Schulen führen Wartelisten. Es lohnt sich daher, die Anfragen bereits mit der Bestätigung des Umzugs zu starten und nicht erst nach der Ankunft.

Kulturelle Anpassungen, mit denen zu rechnen ist

Der Alltag in der Schweiz unterscheidet sich in leicht unterschätzten Punkten von den USA: Ladenöffnungszeiten sind kürzer und sonntags stark eingeschränkt, Verwaltungsabläufe sind weitgehend papierbasiert und bei Fristen sehr genau, und die Sprache variiert nach Region, wobei Französisch, Deutsch und Italienisch jeweils in unterschiedlichen Landesteilen dominieren.

Auch das Mieten einer Wohnung funktioniert anders: Formelle Bewerbungsdossiers, Referenzschreiben und teils kompetitive Besichtigungen sind selbst bei unkomplizierten Mietverhältnissen üblich. Wer sich Zeit nimmt, diese lokalen Gepflogenheiten zu lernen, statt anzunehmen, dass sich US-Gewohnheiten direkt übertragen lassen, erlebt in den ersten Monaten deutlich weniger Reibung.

Schritte und Fristen

1

Bewilligungskategorie klären

Am besten mit Arbeitgeber und Immigrationsberatung festlegen, welche Bewilligungskategorie zutrifft und welche Nachweise das Gesuch erfordert.

2

Verschiffung und Zollpapiere planen

Festlegen, was verschifft wird, ein detailliertes Inventar erstellen und die Bedingungen für die zollfreie Einfuhr von Hausrat klären, bevor die Umzugsfirma etwas verpackt.

3

Übergangswohnung organisieren und mit der definitiven Suche beginnen

Für die Ankunft eine kurzfristige Unterkunft buchen und parallel die Wohnungssuche starten, da eine dauerhafte Wohnung oft länger dauert als erwartet.

4

Innerhalb der gesetzlichen Frist bei der Gemeinde anmelden

Die Ankunft kurz nach dem Einzug bei der Wohnsitzgemeinde melden – dies löst den offiziellen Aufenthaltsstatus und die weiteren administrativen Schritte aus.

5

Obligatorische Krankenversicherung abschliessen

Angebote der Grundversicherung vergleichen und innerhalb der vorgeschriebenen Frist abschliessen, damit der Schutz rückwirkend ab dem Ankunftsdatum gilt.

6

Bankkonto, Führerausweisumtausch und Schule regeln

Ein Schweizer Bankkonto eröffnen, die Anforderungen für den Führerausweisumtausch beim Kanton prüfen und die Schulanmeldung für allfällige Kinder abschliessen.

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Häufig gestellte Fragen

Brauchen US-Bürger ein Visum für den Umzug in die Schweiz?
US-Bürger können für kurze Aufenthalte visumfrei in die Schweiz einreisen, doch für die Wohnsitznahme oder Erwerbstätigkeit ist eine Aufenthalts- und gegebenenfalls Arbeitsbewilligung erforderlich, die vor oder kurz nach der Ankunft eingeholt werden muss. Nicht das Visum, sondern das Bewilligungsverfahren ist der eigentliche Engpass beim Umzug aus den USA.
Kann ich mein Auto aus den USA in die Schweiz mitnehmen?
Grundsätzlich ja, doch die Einfuhr eines Fahrzeugs mit US-Spezifikation erfordert Konformitätsprüfungen, Anpassungen und Zulassungsschritte, die im Vergleich zu Kauf oder Leasing vor Ort mehr Kosten und Zeit verursachen. Viele umziehende Familien entscheiden sich deshalb, das Auto in den USA zu verkaufen und nach der Ankunft ein Fahrzeug zu kaufen.
Wie lange darf ich mit meinem US-Führerausweis fahren, bevor ich ihn umtauschen muss?
Neuzuziehende dürfen nach der Wohnsitznahme in der Regel für eine begrenzte Zeit mit einem gültigen US-Führerausweis fahren, doch die anschliessenden Umtauschanforderungen hängen vom ausstellenden US-Bundesstaat und vom Schweizer Wohnkanton ab. Am besten frühzeitig beim Strassenverkehrsamt des Kantons nachfragen, da manche Bundesstaaten eine Praxis- oder Theorieprüfung verlangen und andere nicht.
Ist meine US-Krankenversicherung in der Schweiz gültig?
Nein. Die Schweiz verlangt von Ansässigen eine Grundversicherung bei einem zugelassenen Schweizer Versicherer, in der Regel innerhalb von drei Monaten nach Ankunft, und eine US-Police erfüllt diese Pflicht ab der Wohnsitznahme nicht. Der Versicherungsschutz gilt danach rückwirkend ab dem Ankunftsdatum.
Muss ich weiterhin US-Steuererklärungen einreichen, wenn ich in der Schweiz lebe?
Ja. US-Bürger bleiben unabhängig vom Wohnsitz zur Deklaration ihres weltweiten Einkommens gegenüber den US-Steuerbehörden verpflichtet und werden zusätzlich als Ansässige in der Schweiz steuerpflichtig. Die beiden Systeme greifen über Abkommensbestimmungen und Anrechnungen ineinander – dies sollte vor und nicht erst nach dem Umzug mit einer Fachperson geprüft werden.
Kann ich als US-Bürgerin bzw. US-Bürger ein Schweizer Bankkonto eröffnen?
In der Regel ja, wobei der Prozess länger dauern kann als für andere Nationalitäten, da Schweizer Banken zusätzliche US-Meldepflichten haben und nicht jede Bank den vollen Leistungsumfang für US-Personen anbietet. Bewilligungsunterlagen, Adressnachweis und US-Steuerdaten griffbereit zu haben, hilft dabei.

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